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1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 9. November 2018 bis 10. März 2019
 

Ausstellungs-Info

Eine Kriegswaffe aus Esslinger Produktion, ein Schützengraben zum Nachbasteln und Holzfasern als Mehlersatz beim Brotbacken: Ganz unterschiedliche Objekte zeigt die neue Ausstellung 1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende“ im Stadtmuseum im Gelben Haus. Sie beleuchtet verschiedenste Aspekte des Ersten Weltkrieges und ist Zusammenfassung und Abschluss eines außergewöhnlichen historisch-kulturellen Langzeitprojektes, das 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 2014 begann und nun mit der Ausstellung endet.

Foto: Daniela Wolf

Das Besondere der Ausstellung und des ganzen Projektes ist der Blick weg von der Front. Der Fokus liegt auf dem Einfluss des Krieges auf die Menschen und das Leben an der sogenannten Heimatfront. Esslingen war im Ersten Weltkrieg zwar nicht direkt vom eigentlichen Kriegsgeschehen betroffen, dennoch prägten die enormen Verluste und die Kriegsanstrengungen jede einzelne Familie, jeden Betrieb und die ganze Stadt.

Diese Auswirkungen haben Stadtmuseum im Gelben Haus und Stadtarchiv in dem Projekt „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“ erforscht und viereinhalb Jahre lang in vielen Facetten präsentiert. Die 52 Objekte, die seit 2014 Monat für Monat vorgestellt, aber jeweils nur vier Wochen lang gezeigt worden sind, sind nun noch einmal bis zum Ausstellungsende im März 2019 zu sehen. Ergänzt werden sie durch zahlreiche weitere Ausstellungsstücke, die einzelne Themen vertiefen sowie Vorgeschichte und Folgen des Ersten Weltkrieges illustrieren.

Foto: Daniela Wolf

Die Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung die Jahre von 1914 bis 1918, in denen die Lebensverhältnisse immer schwieriger und trauriger wurden, nachverfolgen. Sie sehen, wie die Propaganda in die Kinderbücher und Kinderzimmer einzog und wie Kriegsverwundete und Kranke in den Lazaretten lebten. Auch Nahrungsknappheit und Verschlechterung der wenigen vorhandenen Lebensmittel werden thematisiert. Dennoch gab es gleichzeitig patriotische Gaben oder Weihnachtsgeschenke. Mit der Niederlage und der Revolution im November 1918 waren die Leiden der Bevölkerung jedoch nicht zu Ende: Heftige Kämpfe, andauernde Not und immer schneller wachsende Inflation, aber auch Versehrte und die Trauer um die vielen Gefallenen und Vermissten prägten noch lange die deutsche wie die Esslinger Gesellschaft.

Foto: Daniela Wolf

Wertvolle Leihgaben aus Institutionen wie dem Deutschen Historischen Museum in Berlin und dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart ergänzen die Objekte aus den Depots von Stadtmuseum und Stadtarchiv. Viele besonders interessante Ausstellungsstücke stammen aus Privatbesitz: Es sind sorgsam gehütete Familienschätze oder wiederentdeckte Zeugnisse aus dem Leben der Vorfahren. Gerade diese vielfältigen Objekte mit ihren überlieferten Erzählungen stellen einen besonderen Reiz der Ausstellung dar.
 

Zum historisch-kulturellen Langzeitprojekt „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“ ist ein gleichnamiges umfangreiches Begleitbuch erschienen, das im Stadtmuseum im Gelben Haus für 25 Euro zu kaufen ist.


Museumspädagogisches Angebot für Schulklassen der Sekundarstufen I und II

In einer altersgemäßen interaktiven Führung für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II wird der Erste Weltkrieg anhand der Stadt Esslingen und des Lebens der Esslinger konkret.
 
Als Aktion gibt es das Quiz WARGAMES. Dabei beantwortet die Klasse zentrale historische Fragen zum Ersten Weltkrieg und wird zu ausgewählten Objekten der Ausstellung geführt, die dann in der Gruppe unter Anleitung der Museumspädagoginnen besprochen werden.
 
Es werden vielfältige Themen behandelt, hier eine Auswahl:
· Wie wirkte Propaganda am konkreten Beispiel in Esslingen?
· Aus welchen Gründen zogen Esslinger in den Krieg?
· Wie haben örtliche Firmen den Krieg erlebt? Haben sie von ihm profitiert?
· Wie war das Leben an der „Heimatfront“? Wie war die Versorgung?
· Wie berichteten die Soldaten von ihrem Alltag? Wie fotografierte ein Esslinger den Krieg?
· Wie erfuhr eine Esslinger Familie vom Schicksal ihres Sohnes?
· In welcher Situation befanden sich die Menschen nach dem Krieg?
 
Dauer:
Ca. 45 Minuten, die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt.
 
Kosten:
1 €/SchülerIn (Begleitpersonen frei)
 
Termine:
Das Programm wird Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr angeboten.
 
Terminvereinbarung:
Die Termine können Sie mit der Museumsverwaltung vereinbaren:
Telefon (0711) 3512-3240 (zu Bürozeiten) oder per Mail an museen@esslingen.de