2014

Ausstellungen 2014

Vom Suchen und Finden

Sammeln in und um Esslingen
Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 30. November 2014 bis 22. Februar 2015

Anfangs waren alle Menschen Sammler. Sie waren gezwungen in der Natur Nahrung zu finden und zusammenzutragen, um ihr Überleben zu sichern. Heute müssen wir meist nicht mehr für unseren Lebensunterhalt sammeln. Dennoch besitzen viele Menschen Sammlungen unterschiedlichster Art.

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Für das Sammeln gibt es viele Gründe: Es  werden zum Beispiel seltene, schöne und außergewöhnliche Gegenstände oder Dinge mit Erinnerungswert  zusammengeführt. Gesammelt wird aus Neugier, Wissensdurst,  Leidenschaft  oder einfach dem  Wunsch, etwas zu bewahren.

Für viele Menschen ist das Sammeln und die Beschäftigung mit ihren Sammlungsstücken der ideale Ausgleich zum beruflichen Alltag. Oft sammeln sie ein erhebliches Wissen rund um ihr Spezialgebiet an und entwickeln sich zu wahren Fachleuten.

In der Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus wurden die Hintergründe und Merkmale dieser uralten menschlichen Tätigkeit untersucht. Wir stellten Ihnen Sammlerinnen und Sammler mit ihren vielfältigen Schätzen vor.  Aber nicht nur Privatleute sammeln: Die wichtigste Aufgabe von Museen ist es, erhaltungswürdige Dinge zusammenzutragen und zu bewahren.

Oft  liegen hier andere Überlegungen zu Grunde als bei privaten Sammlungen. Was die Städtischen Museen sammeln, warum sie dies tun und ob es Unterschiede und Gemeinsamkeiten des  Sammelns von Museen und Privatleuten gibt, war ebenfalls in  der Ausstellung zu sehen.


Mäuse, Money und Moneten

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 6 Jahren im Museum im Schwörhaus - Wechselausstellungen J. F. Schreiber-Museum vom 18. Mai bis 5. Oktober 2014

Was weißt du vom Geld? Woher kommt das Geld? Was macht die Bank mit deinem Geld? Was passiert, wenn es zu viel Geld gibt? Und zu wenig? Lerne den unsichtbaren Kreislauf des Geldes kennen: Wie der frisch gedruckte Schein in den Geldbeutel kommt. Was beim Einkaufen Angebot und Nachfrage heißt. Auch Themen wie Taschengeld, Schulden und vieles mehr wird dir lebendig und praktisch erklärt.

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Schlüpfe in die Rolle von Bankangestellten, Kassierern oder Sicherheitsleuten. Verdiene und drucke Geld. Kaufe ein, eröffne ein Konto und bestimme Preise auf dem Markt. Wenn du willst, kannst du einen erfrischenden Sprung ins Geldbad wagen oder in einem Tresorraum historische Zahlungsmittel wie Teeziegel und afrikanische Muscheln bewundern. Bestaune auch Dagobert Ducks Glückszehner im Geldmuseum oder anderes Geld in einer kostbar bestückten „Wunderkammer“.

Lerne die Geschichte des Geldes kennen. Bis das Geld so aussah wie heute, sind viele tausend Jahre vergangen. Das erste „Geld“ waren Tiere und Lebensmittel, die getauscht wurden. Seitdem hat das Geld sein Aussehen, sein Material und seine Form verändert. Heute gibt es Kreditkarten, das Geld kommt aus dem Automaten, und deine Eltern überweisen Geld im Internet. Aber es funktioniert immer noch gleich

Die Ausstellung erklärte Eltern und Kindern verständlich und kindgerecht wirtschaftliche Zusammenhänge. Sie führte Kinder spielerisch und informativ an einen verantwortlichen und bewussten Umgang mit Geld heran. Und sie ließ alle Besucher hinter die Kulissen der Welt des Geldes blicken.

Die Ausstellung war eine Produktion des ALICE-Kindermuseum im FEZ Berlin in Kooperation mit dem KLICK-Kindermuseum Hamburg.


Zukunft Studieren

100 Jahre Hochschule in Esslingen
Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 21. September bis 9. November 2014

1914 wurde die seit 1868 in Stuttgart bestehende Königlich Württembergische Höhere Maschinenbauschule nach Esslingen verlegt. Damit wurde Esslingen im Oktober vor hundert Jahren zum Hochschulstandort, Diesem Jubiläum widmete sich die Ausstellung „Zukunft studieren. 100 Jahre Hochschule in Esslingen“ im Stadtmuseum im Gelben Haus.

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Die Ausstellung ging vor allem dem studentischen Lernen und Leben nach. Sie zeigte anhand von Originaldokumenten und vielfältigen Objekten den Werdegang der heutigen Hochschule Esslingen und deren Themenspektrum.

Die Hochschule Esslingen ist hervorgegangen aus der 1868 gegründeten ehemaligen Fachschule für Maschinentechniker innerhalb der Königlichen Baugewerkschule in Stuttgart. Nach langen politischen Auseinandersetzungen – besonders unter dem Einfluss des Fabrikanten Paul Friedrich Dick – gaben schließlich die Überlassung des Areals sowie eine große Geldspende der Esslinger Industriellen den Ausschlag zu Gunsten eines Umzugs nach Esslingen. Im Oktober 1914 begann der Lehrbetrieb im  kurz vorher errichteten Neubau an der Kanalstraße, der bis heute als „Gebäude 1“ genutzt wird.

Der Anfang in Esslingen war jedoch schwierig, denn durch den Ausbruch des Krieges gab es anfangs nur wenige Studenten, später gar keine mehr. Mit Kursen für Kriegsinvalide, Facharbeiter und Technische Zeichnerinnen wurde ein Notbetrieb aufrechterhalten. Mit rund 400 Studenten ging es 1919 schließlich richtig los. Es blieb im Lauf der Zeit nicht beim Maschinenbau, neue Fakultäten wurden eingerichtet: Angewandte Naturwissenschaften, Informations- und die Fahrzeugtechnik, außerdem die Fakultäten Gebäude, Energie, Umwelt sowie Mechatronik und Elektrotechnik, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen; außerdem entstand die eigene Graduate School. Die Außenstelle in Göppingen wurde 1988 eröffnet. 2006 brachte die Verschmelzung mit der Fachhochschule für Sozialwesen  die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege.

Das Studentenleben entwickelte sich zeittypisch: Verbindungen zogen aus Stuttgart mit um oder  gründeten sich in den ersten Jahren neu. Im „Dritten Reich“ wurde auch die Hochschule politisch vereinnahmt. In den Protesten 1968 ging es in Esslingen sehr spezifisch um die Stellung der Ingenieure und die Gleichwertigkeit mit dem Universitätsstudium. Vielfältig wurde das Studentenleben durch Zusammenschlüsse wie Studentenschaft, Allgemeiner Studentenausschuss (AStA), Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft, Hochschulorchester und die Ingenieur-Vereinigung „Vektor“ sowie durch die steigende Zahl ausländischer Studierender.

6.000 Studierende lernen heute an der Kanalstraße, in der weithin sichtbaren „Akropolis“ an der Flandernstraße und in Göppingen. So stellt sich die international gut vernetzte Esslinger „University of Applied Sciences“, wie sie sich heute nennt, als eine aus Tradition zukunftsorientierte Bildungseinrichtung dar, deren Absolventen in der Region, aber auch international ihren Weg finden.


Fussball ist unser Leben.

Geschichten um das runde Leder
Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 7. Juni bis 24. August 2014

„Die Wahrheit liegt auf dem Platz“ – so fasste Otto Rehagel treffend zusammen, was uns vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 beschäftigte: die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Sie versprach Action, Spannung und leidenschaftliches Mitfiebern – und Deutschland wurde Weltmeister.

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Auch im Stadtmuseum im Gelben Haus drehte sich alles rund um „König Fußball“. Zahlreiche wertvolle Originalobjekte – vom Maskottchen bis zum Original-Trikot der Deutschen Nationalmannschaft von der WM 1954 - boten Informationen zur Fußballwelt: von Fußballhelden über die Rolle des Schiedsrichters bis zur Taktik – von Frauenfußball bis Fankultur zeigten die einzelnen Stationen in der Ausstellung die Vielfalt des Fußballsports. Eine Galerie der Weltmeisterschaften präsentierte Erinnerungsstücke der Turniere seit 1966.

Natürlich gab es auch Möglichkeiten, zum Selbst Mitmachen: in der Bibliothek der Weltmeisterschaften konnten die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über die vergangenen Turniere nachlesen. Eine Torwand lud zum Testen der eigenen Treffsicherheit ein und beim Kickern war Fingerspitzengefühl gefragt. Außerdem konnten die Besucherinnen und Besucher beim Museums-Tippspiel auf der Homepage während der gesamten WM ihre Prognose zu Spielergebnissen abgeben.

Das Stadtmuseum Esslingen ließ mit dieser Ausstellung das Herz von Fußballbegeisterten und denen, die es werden wollen, höher schlagen. Sie waren eingeladen, sich von der Faszination des Fußballs anstecken zu lassen. Wer den heiligen (Ausstellungs-)Rasen betrat und sich zum Anstoß bereit machte, war von den unterschiedlichsten Facetten der Fußballwelt bezaubert.


Gute Nacht.

Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 14. Februar bis 18. Mai 2014

Die Nacht ist ein täglich wiederkehrendes Phänomen in unserem Leben. Mensch und Natur können sich dem Rhythmus von Tag und Nacht, Hell und Dunkel nicht entziehen. Wie beginnt und endet eine Nacht? Was machen die Menschen nachts außer schlafen – und die Tiere und Pflanzen? Welche Nächte sind besondere Nächte? 

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Fotografie: Daniela Wolf

Die Ausstellung zeigte ganz unterschiedliche Aspekte der Nacht. Meist legen wir uns am Abend schlafen und stehen am Morgen wieder auf. Damit beginnt und endet nicht nur die Nacht, sondern auch die Ausstellung. Aber viele Menschen können nicht jede Nacht schlafen, sie müssen arbeiten: Auf die Hilfe von Krankenhauspersonal, Apothekern, Polizisten, Feuerwehrleuten, Bäckern oder Schichtarbeitern in der Industrie kann man auch nachts nicht verzichten. Und etliche nutzen die Nacht auch zum Feiern.

Besondere Festnächte wie Weihnachten, Silvester oder Halloween heben sich von den alltäglichen Nächten ab und haben ihre eigenen Rituale. Und nicht nur wir Menschen nutzen die Nacht zum Leben, auch einige Tiere und Pflanzen tun dies. Wenn man eine Nacht in der Natur verbringt, hört man dort geheimnisvolle, vielleicht sogar erschreckende Geräusche, die anders klingen als am Tag. Und darüber strahlt natürlich noch der Sternenhimmel.



Info

Bitte verwenden Sie für Anfragen per Email bis auf Weiteres nur die Adresse: museen@esslingen.de

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